{"id":167,"date":"2012-11-24T12:13:59","date_gmt":"2012-11-24T12:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/digitalrealism.wordpress.com\/?p=167"},"modified":"2012-11-24T12:13:59","modified_gmt":"2012-11-24T12:13:59","slug":"richard-sennett-zusammenarbeit-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digitalrealism.info\/?p=167","title":{"rendered":"Literaturkritik: Richard Sennett &#8211; Zusammenarbeit (2012)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><b>Eine kritische Betrachtung der Grundannahmen und des analytischen Konzepts des Spektrums der Austauschbeziehungen von Philipp Adamik (2012) <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Anfang Oktober 2012 erschien die deutsche \u00dcbersetzung des aktuellen<a href=\"\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3446240357\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3446240357&amp;linkCode=as2&amp;tag=digitreali-21&quot;\"> <span class=\"zem_slink\">Buchs <em>Zusammenarbeit<\/em><\/span><\/a><\/span><span style=\"color:#000000;\"> des amerikanischen Soziologen <a class=\"zem_slink\" title=\"Richard Sennett\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Sennett\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Richard Sennett<\/a>. Richard Sennett, einer der bedeutendsten zeitgen\u00f6ssischen Soziologen, wurde 1943 in <a class=\"zem_slink\" title=\"Chicago\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Chicago\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Chicago, Illinois<\/a>, als Sohn russischer Einwanderer geboren. Er lehrt <a class=\"zem_slink\" title=\"Soziologie\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Soziologie\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Soziologie<\/a> und Geschichte an der <a class=\"zem_slink\" title=\"New York University\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/New_York_University\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">New York University<\/a> und der <a class=\"zem_slink\" title=\"London School of Economics\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/London_School_of_Economics\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">London School of Economics<\/a>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Sennett ordnet sich selbst dem linken politischen Lager zu und verk\u00f6rpert das <a class=\"zem_slink\" title=\"Bild\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Bild\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Bild<\/a> des politischen Intellektuellen. Aufgrund dieses politischen Wissenschaftsverst\u00e4ndnisses bezieht er in seinem Buch auch eine klare Position. Das erkl\u00e4rte Ziel seiner Publikation ist es, die Zusammenarbeit zwischen Personen unterschiedlicher Herkunft mit anderen Meinungen und unterschiedlichen Interessen, die latente Antipathien hegen, zu st\u00e4rken (Sennett 2008, S. 18). Methodisch erl\u00e4utert er seine Vorstellungen von gelungener Zusammenarbeit vorwiegend durch historische Gegebenheiten, pers\u00f6nliche <a class=\"zem_slink\" title=\"Anekdoten\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Anekdoten\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Anekdoten<\/a> und Bespiele aus den Bereichen Kunst und Literatur. Aktuelle Bez\u00fcge werden vorwiegend im Hinblick auf die Finanzkrise im Jahre 2008 hergestellt, die er als eine Auswirkung der, u.\u00a0a. durch die modernen Formen der Arbeit geschw\u00e4chten Kooperation in der Arbeitswelt versteht (ders., S. 241). Der Stil des Buches ist sehr essayistisch. \u00dcber weite Teile erinnert der Schreibstil an einen Roman, in dem die Geschichte der Zusammenarbeit seit dem Mittelalter bis zur aktuellen Situation auf sehr unterhaltsame Weise erz\u00e4hlt wird. Sennett bedient sich dabei eines interdisziplin\u00e4ren Ansatzes, der den Gegenstand <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Kooperation<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> aus den Perspektiven der Anthropologie, Soziologie und der Geschichtswissenschaft beleuchtet. Die von ihm vorgeschlagene L\u00f6sung des Problems der geschw\u00e4chten Kooperation, der <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>dialogische Austausch<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">, wird dabei nicht nur theoretisch vorgestellt, sondern pr\u00e4gt den Schreibstil des gesamten Buches (s.\u00a0u.).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Das Buch ist der zweite Teil einer Trilogie. Der erste Teil <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Handwerk <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">erschien 2008. Der sich in Arbeit befindliche letzte Teil wird sich mit dem Gegenstand <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>St\u00e4dtebau<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> besch\u00e4ftigen. Alle drei B\u00e4nde sollen am Ende eine Einheit bilden, sind aber dennoch so konzipiert, dass jeder f\u00fcr sich verst\u00e4ndlich ist. Dieser Ansatz ist durchaus gelungen. Bei der Lekt\u00fcre dieses Buches hatte ich nie das Gef\u00fchl, dass mir Grundlagenwissen aus dem ersten Teil fehlen w\u00fcrde. Alle Unklarheiten lie\u00dfen sich f\u00fcr mich als soziologisch ge\u00fcbten <a class=\"zem_slink\" title=\"Norbert Leser\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Norbert_Leser\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Leser<\/a> leicht mit Hilfe einer kurzen Onlinerecherche kl\u00e4ren. Der anekdotische Erz\u00e4hlstil des Buches sollte aber auch f\u00fcr den unge\u00fcbten Leser ein leichtes Verst\u00e4ndnis erm\u00f6glichen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Das Buch selbst ist in drei bzw. \u2013 wenn man die umfangreiche Einleitung mitz\u00e4hlt \u2013 vier Teile mit jeweils mehreren Unterkapiteln gegliedert. Diese sind: <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Einleitung:<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Kooperation als Grundhaltung, I Kooperation gestalten, II Geschw\u00e4chte Kooperation <\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">und<\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i> III Gest\u00e4rkte Kooperation.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\"><i>D<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">er <a class=\"zem_slink\" title=\"Blitzkrieg\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Blitzkrieg\" target=\"_blank\" rel=\"wikipedia\">Schwerpunkt<\/a> dieser kritischen Betrachtung sind die Kapitel <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Einleitung, <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">in der wichtige Grundbegriffe und Grundannahmen gekl\u00e4rt werden, und das Kapitel<\/span><span style=\"color:#000000;\"><i> Kooperation gestalten,<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> in dem das zentrale analytische Konzept des Buches, das Spektrum der Austauschbeziehungen, erl\u00e4utert wird. Die beiden weiteren Kapitel werden zum Teil angesprochen, sollen aber vom geneigten Leser vorwiegend selbst erschlossen werden. An dieser Stelle soll nur ein einfacherer Zugang zu dem neuen Buch von Richard Sennett erm\u00f6glicht werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><b>Einleitung: Kooperation als Grundhaltung: Eine Erl\u00e4uterung des Grundbegriffes der Kooperation und der Technik der Dialogf\u00e4higkeit <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">In der Einleitung, <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Kooperation als Grundhaltung, <\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">definiert Sennett Kooperation n\u00fcchtern \u201eals Austausch, von dem alle Beteiligten profitieren\u201c (ders., S. 17) und spricht eines der zentralen Themen des Buches, die Abgrenzung <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><b>und<\/b><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> Verbindung von Kooperation und Wettbewerb an. Den scheinbaren Widerspruch zwischen diesen beiden Formen des Austausches l\u00f6st er elegant im zweiten Kapitel des Buches, <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Das fragile Gleichgewicht, Konkurrenz und Kooperation in Natur und Kultur,<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> auf, ohne die Probleme, die zwischen den beiden Austauschformen bestehen, unter den Tisch zu kehren (s.\u00a0u.). Auch wenn Sennett ein klarer Verfechter des Prinzips der Kooperation ist, blendet er die Gefahren unreflektierter Kooperation nicht aus. Eine dieser Hauptgefahren, von ihm Tribalismus genannt, sieht er in der Verbindung von Solidarit\u00e4t von solchen, die einem \u00e4hnlich sind, mit Aggressionen gegen solche, die einem fremd sind (ders., S. 15f.). Alltagsph\u00e4nomene wie Rassismus und Bevorzugung bei gleichzeitiger Abwertung bestimmter Klassen von Personen (z.\u00a0B. Die Benachteiligung aufgrund bestimmter Vornamen, von P\u00e4dagogen mit Hilfe des Begriffs des Kevinismus angewandt wird, fallen unter die Kategorie des Tribalismus. Sennetts Gegenkonzept ist eine anspruchsvolle Art der Kooperation, die versucht Menschen zusammenzubringen, die unterschiedliche oder sogar gegens\u00e4tzliche Interessen verfolgen. Damit grenzt sich Sennett von der geltenden psychologischen Lehrmeinung ab, die gemeinsame Interessen und Vertrauen als Grundlage von Kooperation betrachtet (vgl. Wehner 2008). Ein Konzept, das<\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">durchaus mit dem von Sennett kritisierten Tribalismus korrespondiert (s.\u00a0o.). Sennetts anspruchsvolle Art der Kooperation bedarf folglich auch einiger sehr anspruchsvoller F\u00e4higkeiten oder Kompetenzen wie gutes Zuh\u00f6ren, taktvolles Verhalten, das Ausfindigmachen von \u00dcbereinstimmungen, Techniken des geschickten Umgangs mit Meinungsverschiedenheiten und die Vermeidung von Frustration. Geb\u00fcndelt werden diese F\u00e4higkeiten unter dem Begriff der Dialogf\u00e4higkeit (Sennett 2012, S. 18f.) bzw. der Technik des dialogischen Gespr\u00e4chs. Das dialogische Gespr\u00e4ch wird von Sennett von der dialektischen Argumentation abgrenzt. W\u00e4hrend es beim ersteren um ein besseres Verst\u00e4ndnis der eigenen und der Position des Gegen\u00fcbers geht, ist das Ziel der dialektischen Argumentation die \u00dcbereinstimmung (vgl. Sennett 2012, S. 34 &#8211; 37). <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Die Dialogf\u00e4higkeit der Akteure sieht Sennett in unserer modernen Arbeitsgesellschaft durch vier Punkte gef\u00e4hrdet:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> &#8211; die Entfernung der Elite von der Masse,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\"> &#8211; den Siloeffekt in Organisationen (die Isolierung einzelner Besch\u00e4ftigter und Abteilungen),<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\"> &#8211; die Zunahme kurzfristiger Teilzeitjobs und<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\"> &#8211; die kulturelle Tendenz der Angleichung, die darauf zielt, individuelle psychologische\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erregung zu vermeiden (ders., S. 20 &#8211; 22).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Diese gesellschaftlichen Entwicklungen wirken dabei nach Sennett der, sich bereits in den ersten Monaten nach der Geburt sich entwickelten Kooperationsf\u00e4higkeit von S\u00e4uglingen entgegen. Die Kooperationsf\u00e4higkeit ist f\u00fcr Sennett eine entscheidende Antriebskraft der kindlichen Entwicklung, die soziale und kognitive F\u00e4higkeiten verbindet (ders., S. 23 &#8211; 29). <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Eine Grundlage der Entwicklung der Dialogf\u00e4higkeit, als Technik der anspruchsvollen Kooperation, ist die Achtsamkeit gegen\u00fcber anderen. Dabei warnt Sennett ausdr\u00fccklich vor einer \u00dcberidentifikation mit dem Gegen\u00fcber. Dialogf\u00e4higkeit dient bei Sennett dem besseren Verst\u00e4ndnis der eigenen Position <\/span><span style=\"color:#000000;\"><b>und<\/b><\/span><span style=\"color:#000000;\"> der Position des Gegen\u00fcbers. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Um f\u00fcr diese Gefahr der Achtsamkeit zu sensibilisieren, differenziert er diese durch die Kategorien Sympathie und Empathie. Sympathie versteht er dabei als eine Form des emotionalen Hineinf\u00fchlens in eine andere Person, mit der Folge, dass man sich mit der anderen Person identifiziert und sich seinem Gegen\u00fcber angleicht oder gar unterwirft. Empathie versteht er dagegen als eine rationalere Form des Umgangs mit dem Gegen\u00fcber. Eine empathische Reaktion geht dabei ebenfalls auf die Pers\u00f6nlichkeit des Gegen\u00fcbers ein, aber dieses Eingehen basiert auf Aufmerksamkeit statt auf Emotionen. Beide Formen der Achtsamkeit bringen dem Gegen\u00fcber Anerkennung zum Ausdruck und sind jeweils in unterschiedlichen Situationen notwendig (ders., S. 37 \u2013 39). So ist eine Liebesbeziehung wohl kaum auf der Basis von reiner Empathie m\u00f6glich, hier muss Sympathie mit ins Spiel kommen, wenn die Zur\u00fcckweisungen des Alltags die Beziehung nicht zerst\u00f6ren sollen. Aus dem <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>i<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>ch wei\u00df, dass dir deine Arbeit wichtig ist <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">muss ein <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>i<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>ch verstehe, dass du auch lieber mehr Zeit mit mir verbringen m\u00f6chtest, aber deine Arbeit l\u00e4sst das einfach nicht zu<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Sennett betrachtet Empathie als das anspruchsvollere Gef\u00fchl, weil es im Unterschied zur Sympathie eine ausschlie\u00dfliche Konzentration auf die Sache oder das Gegen\u00fcber verlangt, w\u00e4hrend Sympathie die eigenen Emotionen mit in die Situation hineintr\u00e4gt (ders., S. 39). Ein Beispiel f\u00fcr eine empathische Form der Kooperation findet sich in dem Abschnitt \u00fcber Win-Win-Situationen (s.\u00a0u.).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Als Stilmittel um dialogische Gespr\u00e4chssituationen zu erm\u00f6glichen und das Gegen\u00fcber zu einer Stellungnahme zu bewegen, schl\u00e4gt Sennett eine h\u00e4ufige Verwendung des Konjunktivs vor. Der Konjunktiv soll dabei das Gegen\u00fcber zum Mitdenken einladen (ders. S. 40). Laut Sennett stehen aber der Verwendung des Konjunktivs und der damit verbundenen \u00d6ffnung der Situation gesellschaftliche Strukturen entgegen, die dialektische, ergebnisorientierte Kommunikations-formen bevorzugen (ders. S. 42). Ein Beispiel daf\u00fcr sind die in deutschen Schulen \u00fcblichen unterrichtlichen Arrangements, die jede Stunde mit einer Sicherung von Ergebnissen abschlie\u00dfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Die Einleitung bietet einen sehr guten \u00dcberblick \u00fcber das Werk, schneidet wichtige Themen des Buches verst\u00e4ndlich an und eignet sich f\u00fcr den professionellen Soziologen als Grundlagentext, um das Thema Kooperation in einem Seminar zu beleuchten. Im Sinne der Wissenschaftsethik nach Max Weber ist dabei die politische Intentionalit\u00e4t des Textes zu thematisieren. Dem Autor selbst ist dabei in dem Punkt <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Transparenz<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> kein Vorwurf zu machen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><b>Das Spektrum der Austauschbeziehungen<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Das zentrale analytische Instrumentarium des Buches stellt das Konzept des Spektrums der Austauschbeziehungen dar. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Unter <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Austausch<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> versteht Sennett \u201edie Erfahrung des Gebens und Nehmens bei allen Tieren\u201c (ders., S. 103), die auf dem elementaren Lebensrhythmus von Reiz und Reaktion basiert und sich in der Sexualit\u00e4t, F\u00fctterungsregimen oder in K\u00e4mpfen finden l\u00e4sst. Bei h\u00f6heren Primaten, wie dem Menschen, wird der Austausch zu einem bewussten Handeln, da sie sich \u00fcberlegen, was sie geben und was sie nehmen sollen und mit verschiedenen Arten des Austausches experimentieren. In den Austauschformen <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Altruismus<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> und <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>unerbittlicher Konkurrenz<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"> sieht Sennett die Grenzen der menschlichen und tierischen Austauschformen. Zwischen diesen beiden Polen unterteilt er das Spektrum in drei weitere Austauschformen. Aus dieser Unterteilung ergeben sich die folgenden f\u00fcnf Austauschformen:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">1) altruistischer Austausch,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">2) dem Win-Win-Austausch,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">3) dem differenzierten Austausch,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">4) dem Nullsummentausch und<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">5) \u201eder Gewinner erh\u00e4lt alles\u201c (ebd.).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Die interessanteste Form der Austauschbeziehungen ist dabei der differenzierte Austausch. W\u00e4hrend bei den anderen Austauschformen in der Regel ein intuitives Verst\u00e4ndnis der Austauschformen vorliegt, ist dieses beim differenzierten Austausch nicht der Fall. Aber auch Sennetts Verst\u00e4ndnis des Nullsummenspiels unterscheidet sich von dem \u00fcblichen Verst\u00e4ndnis, weshalb diese beiden Austauschformen ausf\u00fchrlicher behandelt werden. Die Erl\u00e4uterungen der Austauschformen illustrieren zun\u00e4chst Sennetts Verst\u00e4ndnis, das durch eigene allt\u00e4gliche Beispiele weiter erl\u00e4utert <\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-size:medium;\">wird. <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-size:medium;\">Im Fazit wird eine <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-size:medium;\">kritische Haltung zu Sennetts bevorzugter Austauschform, dem differenzierten Austausch, eingenommen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">1) Der altruistische Austausch<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Beim altruistischen Austausch handelt es sich um eine vollkommen selbstlose Gabe, f\u00fcr die der der Gebende keine Gegenleistung erh\u00e4lt und eventuell zu gro\u00dfen eigenen Opfern bereit ist. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die Rettung einer Person aus einem brennenden Auto. H\u00e4ufig wird eine solche Handlung zwar durch die Steigerung des eigenen Wohlbefindens intern belohnt und sp\u00e4ter wird dem Helden durchaus Respekt und Anerkennung gezollt. Diese Belohnungen spielen aber keine Rolle bei der Entscheidung, die Handlungen zu vollf\u00fchren (vgl. ders., S. 105 &#8211; 108). <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">2) Der Win-Win-Austausch<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Win-Win-Austauschbeziehungen beruhen wesentlich st\u00e4rker auf Gegenseitigkeit. Am Ende der Austauschbeziehung steht f\u00fcr beide Seiten ein Gewinn. Klassisches Beispiel ist daf\u00fcr ist der Gesch\u00e4ftsabschuss, bei dem am Ende beide Seiten (der K\u00e4ufer eine Ware oder Dienstleistung, der Verk\u00e4ufer einen monet\u00e4ren Gegenwert f\u00fcr seine Ware), einen Gewinn erhalten erh\u00e4lt. Diese Form der Austauschbeziehung kann auch Elemente der Konkurrenz beinhalten (ders. S. 108f.), wie beim dem Feilschen auf dem Flohmarkt. Zu Beginn der Verhandlungen haben die beiden Parteien unterschiedliche Interessen. Der K\u00e4ufer will einen m\u00f6glichst niedrigen Preis bezahlen, w\u00e4hrend der Verk\u00e4ufer einen m\u00f6glichst hohen Preis erzielen m\u00f6chte. Im Gengensatz zu dem <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>der Gewinner erh\u00e4lt alles Austausch<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> m\u00f6chte aber keiner der beiden Konkurrenten den anderen \u00fcber den Tisch ziehen. Beide Konkurrenten haben ein empathisches Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Interesse des anderen. Zum Schluss sollen und wollen beide mit dem Ergebnis zufrieden sein. Damit ein f\u00fcr beide Seiten befriedigender Austausch zustande kommt, muss der Austausch auf Empathie und nicht auf Sympathie beruhen, \u2013 der K\u00e4ufer muss den Verk\u00e4ufer und seine Interessen nicht m\u00f6gen, sondern nur respektieren. Beruht der Kauf aber auf Sympathie und nicht auf Empathie, kann auch mit der Sympathie f\u00fcr den Verk\u00e4ufer \u2013 z.\u00a0B. wenn das Produkt an einem anderen Stand f\u00fcr einen geringeren Preis entdeckt wird \u2013 auch die Freude an dem Produkt verfliegen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">3) Der differenzierte Austausch<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Die differenzierten Austauschbeziehungen befinden sich in der Mitte des Spektrums. In der Tierwelt, z.\u00a0B. bei Schimpansen, liegen differenzierte Austauschbeziehungen bei dem Setzen von territorialen Grenzen vor. Die Grenzziehung selbst ist dabei durchaus von hoher Konkurrenz gepr\u00e4gt, aber nachdem die Grenzen erst einmal gezogen worden sind, liegt eine gewisse Stabilit\u00e4t vor, die in zuk\u00fcnftige Begegnungen die Aggressivit\u00e4t minimiert und beiden Parteien einen Lebensraum zusichert, der ihr \u00dcberleben sichert. Grenzen sind dabei immer umstrittene R\u00e4ume, die ein gewisses Konfliktpotential beherbergen (ders., S. 112). Sennets Beispiele f\u00fcr differenzierte Austauschformen auf nationaler und st\u00e4dtischer Ebene empfand ich als nicht sonderlich erhellend (vgl. ders., S.112f.). Aus diesem Grund k\u00f6nne kann die hier getroffenen diesbez\u00fcgliche Erl\u00e4uterung durchaus von Sennetts Meinung abweichen. Der differenzierte Austausch auf pers\u00f6nlicher Ebene und seine historische Entwicklung folgen aber wieder st\u00e4rker Sennetts Argumentation. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Eine Form des differenzierten Austausches bei Menschen sind diplomatischen Verhandlungen, die Grenzen betreffen. Die Neugliederung Deutschlands nach dem Fall der Mauer (ein historischer Sonderfall, bei dem die Verschiebung von Grenzen ohne kriegerische Konflikte, wenn auch nicht g\u00e4nzlich gewaltfrei, vonstatten ging) ist ein Beispiel f\u00fcr diese Austauschform. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">In der europ\u00e4ischen Stadt werden territoriale Grenzen durch Marktprozesse, welche die Miet- und Kaufpreise von Immobilien bestimmen, gezogen. Die Folge ist die Konzentration \u00e4hnlicher Einkommensschichten in bestimmten Stadtteilen. Wenn auch bestimmte Stadtteile Vorteile in den Punkten Lebensqualit\u00e4t und Lebenschancen bieten, so ist doch ein allgemeines \u00dcberleben in allen Stadtteilen nicht nur m\u00f6glich, sondern sogar wahrscheinlich. Auf der h\u00e4uslichen Ebene finden solche Austauschbeziehungen in Form von Konflikten um die besseren Zimmer innerhalb von Familien oder Wohngemeinschaften statt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Auf der pers\u00f6nlichen Ebene verwendet Sennett das Beispiel einer zwanglosen Unterhaltung auf einer Dinnerparty oder in einer Bar. Nach der Konversation k\u00f6nnen die Fremden oder die nur oberfl\u00e4chlich bekannten Personen ihre eigenen Interessen, Werte und W\u00fcnsche besser verstehen. Im Verlauf der Unterhaltung werden Unterschiede deutlich und der Kontakt verhilft beiden Gespr\u00e4chspartnern zu mehr Selbsterkenntnis. Diese Situation kann auch als einen Win-Win-Situation aufgefasst werden \u2013 allerdings liegt, so Sennett, \u201eder Schwerpunkt auf einem reflexiven Moment, eher auf dem, was Menschen \u00fcber sich selbst lernen, als in der St\u00e4rkung einer Beziehung\u201c (ders., S. 113). <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Die historische Entwicklung dieser Gespr\u00e4chsform f\u00fchrt Sennett auf die Entstehung von Kneipen, Caf\u00e9s und Kaffeeh\u00e4usern im 18. Jahrhundert zur\u00fcck. Diese versuchten aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden diese jene Form des Gespr\u00e4chs durch ihre Innenarchitektur zu f\u00f6rdern. Das Kalk\u00fcl der Besitzer bestand darin, dass wenn zwischen Fremden anregende Gespr\u00e4che entstanden, diese in der Regel l\u00e4nger blieben und konsumierten. Auf der Seite der Fremden wurde diese Form des Gespr\u00e4chs durch drei Entwicklungen gef\u00f6rdert. Zum ersten \u00fcbernahmen sie Redewendungen und Gesten von den in allen Bev\u00f6lkerungsschichten beliebten Theaterb\u00fchnen. Diese \u00dcbernahme stellte dabei eine gemeinsame Gespr\u00e4chsbasis dar, die Kommunikation \u00fcber Schicht- und Klassengrenzen hinweg erm\u00f6glichte. Zum zweiten stand der Wert der Aufkl\u00e4rung, offen, frei und ohne Verlegenheit mit anderen zu sprechen, zu dieser Zeit besonders hoch im Kurs. Zum dritten kam zu dieser Zeit ein neuer Typ von Menschen auf, der Informationen nach ihrer Bedeutung und ihrem Wert einsch\u00e4tzen konnte (ders., S. 114). Alle vier Entwicklungen verbanden die r\u00e4umlichen, sprachlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit dem pers\u00f6nlichen Interesse an offenen Gespr\u00e4chen und erm\u00f6glichten so die Entstehung der Gespr\u00e4chsform der zwanglosen Unterhaltung. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Die Bl\u00fctezeit des offenen Gespr\u00e4chs an \u00f6ffentlichen Orten ging aber im Verlauf des 19. Jahrhunderts vor\u00fcber. In diesem Jahrhundert sieht Sennett eine Verlagerung des Lebens von der sprachlichen zur visuellen Begegnung. Zwischen Fremden in einer Bar besteht seitdem die stillschweigende \u00dcbereinkunft, nicht ungefragt in die Privatssph\u00e4re des anderen einzudringen. Diese Entwicklung stellt Sennett vor die Frage, ob auch visuelle Formen des differenzierten Austausches existieren, beantwortet diese aber nicht (ebd.).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Neben differenzierten Grenzziehungen und Selbsterkenntnis vermag der differenzierte Austausch nach Sennett noch ein Drittes. Er kann die Erkenntnis zutage f\u00f6rdern, dass anders nicht gleich besser oder schlechter hei\u00dft und das Gef\u00fchl der Andersartigkeit nicht gleich in einem neidvollen Vergleich enden muss (ders., S. 116). Eine Erkenntnis, die in der p\u00e4dagogischen Formel <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Heterogenit\u00e4t als Chance <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">ihre, wenn auch immer noch voller Ressentiments, aktuelle p\u00e4dagogische Entsprechungen hat. Denn eine weniger offen tribalistische Grundhaltung w\u00fcrde Heterogenit\u00e4t als Gewinn betrachten. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">4) Der Nullsummentausch <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Nullsummenspiele liegen immer dann vor, wenn der Gewinn der einen Seite mit dem Verlust der anderen Seite \u00fcbereinstimmt (ders., S. 118). Ein Beispiel hierf\u00fcr sind Bewerbungssituationen um eine Stelle, bei der nur ein Bewerber gewinnt, w\u00e4hrend die anderen leer ausgehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Aber auch Nullsummenspiele sind nicht vollkommen frei von Kooperation (ders., S. 119). Auf der Seite von strategischen Gruppenhandlungen ist Kooperation notwendig \u2013 zahllose Beispiele, lassen sich im Bereich Sportes und im Wahlkampf finden, bei dem mehrere Akteure oder Gruppen um einen Preis, den Gewinn eines Pokals oder der Bundestagswahl, ringen. Auch die oben angesprochene Form des Tribalismus ist eine Auspr\u00e4gung dieser Austauschform. In der Regel gleichen aber heutige Nullsummenspiele allerdings eher Win-Win-Situationen mit einer stark variierenden Gewinnverteilung. Die Verlierer der oben genannten Wettbewerbe k\u00f6nnen, mit Ausnahme des Tribalismus, zumindest eine Aufwandsentsch\u00e4digung f\u00fcr ihre Anstrengung erwarten. Diese liegt auch im Sinne des Gewinners, da er ein Interesse an einem weiteren Wettbewerb mit dem Verlierer hat.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Auch zwischen individuellen Konkurrenten ist ein Mindestma\u00df an Kooperation notwendig. In der Regel einigen sich die Wettbewerbsteilnehmer auf gewisse Spielregeln (ders., S.\u00a0121). Auf das Beispiel der Bewerbung bezogen handelt es sich dabei um die, in der Regel stillschweigend getroffene \u00dcbereinkunft, auf bestimmte formale Anforderungen und einen gewissen Respekt gegen\u00fcber den anderen Bewerbern zu achten, die eine Diskriminierung der anderen Bewerber ausschlie\u00dft. Zu Beginn einer Bewerbungsphase sind dabei auch auf Seiten der Verlierer noch leichte Gewinne zu verzeichnen. Erwerben sie doch Erfahrungen \u00fcber das Schreiben von Bewerbungen und das Verfahren. Allerdings nehmen diese Gewinne mit jeder weiteren Bewerbung immer st\u00e4rker ab, sodass nach der 50. erfolglosen Bewerbung nur noch Frustration bleibt. Aber die erneute Teilnahme am Bewerbungsspiel ist ihm auch nach der f\u00fcnfzigsten Bewerbung nicht genommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">5) Der Gewinner erh\u00e4lt alles<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Diese Form des sozialen Austausches erkl\u00e4rt sich von selbst. Der Gewinner vernichtet den Gegner, ein weiteres Spiel ist unm\u00f6glich. Beispiel hierf\u00fcr sind vollst\u00e4ndige Vernichtungskriege, V\u00f6lkermord und im Gesch\u00e4ftsleben sind dies unnat\u00fcrliche Monopole (ders. S. 121). Im Alltag kommt diese Form des Spiels eigentlich nicht vor. Ein Beispiel f\u00fcr Austauschbeziehungen dieser Form w\u00e4re ein Mord, der zwar in heutigen westlichen Gesellschaften vorkommt, aber zum Gl\u00fcck nicht zum Alltag gez\u00e4hlt werden kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><b>Fazit: Kritische Betrachtung des Konzepts des differenzierten Austausches und Ausblick auf die weiteren Kapitel des Buches<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Sennett bevorzugt eindeutig die Form des differenzierten Austausches. Weshalb er auch in den folgenden Kapiteln durchaus erfolgreich versucht, <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Spielregeln<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> f\u00fcr den differenzierten Austausch darzulegen. Grundlegend sind f\u00fcr ihn dabei die Formen des Rituals (ders., S. 122 &#8211; 151) und der H\u00f6flichkeit (ders., S. 160 &#8211; 178). Als Gewinn dieser Art von Kooperation verspricht er eine hohe Innovationsfreude, die sich u.\u00a0a. In Form von Erfindungen materialisieren kann (ders., S. 151 &#8211; 160).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">In Sennetts Perspektive verschieben differenzierte Austauschbeziehungen, im Unterschied zu konkreten Win-Win-Situationen, den Nutzen des Austausches auf eine abstrakte innere, sehr stark mit wissenschaftlichen Werten wie Selbst- und Welterkenntnis verbundene Ebene. Diese Erkenntnisse k\u00f6nnen durchaus den am Austausch beteiligten Personen zuk\u00fcnftig in konkrete Win-Win-Situationen, Nullsummenspiele oder, im schlechtesten Fall, in <\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>der Gewinner bekommt alles<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><i>Situationen<\/i><\/span><\/span><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">, von Nutzen sein, aber darin besteht selbstverst\u00e4ndlich keine Garantie. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Nicht nur dem historischen Zugriff auf den Gegenstand ist die Ausblendung von Formen der Online-Kooperation geschuldet. In Bezug auf <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>User Generated Content<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">, der Einbindung von Besuchern einer Plattform in die Erstellung von Inhalten wie es jeder Facebook User bei jeder Aktivit\u00e4t tut, wird unter dem Begriff der <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Kollaboration<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> etwas \u00c4hnliches verstanden wie Sennetts Konzept des differenzierten Austausches. Bei der Arbeitsform der Kollaboration, bringt jeder User seine eigenen F\u00e4higkeiten in ein Gesamtwerk, z.\u00a0B. einem Wikipediartikel, mit ein. Die einzelnen User erhalten dabei eine nahezu vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber den Entstehungsprozess. Sie einigen sich auf Spielregeln der Kommunikation (z.\u00a0B. Sachlicher Austausch \u00fcber den Inhalt des Artikels), ein gemeinsames Grundverst\u00e4ndnis der Aufgabe (z.\u00a0B. einen Artikel erstellen, der zuverl\u00e4ssige Informationen liefert) und eine gemeinsame Zielsetzung (z.\u00a0B. Den Artikel innerhalb von 10 Tagen zu erstellen) (Ebersbach et al. 2011, S. 206f.). Die ersten Phasen des Projektes, die Einigungsphase, verfolgt also die Form des dialektischen Gespr\u00e4chs (s.\u00a0o.), w\u00e4hrend die eigentliche Zusammenarbeit st\u00e4rker an die Form des dialogischen Gespr\u00e4chs erinnert, in dem die User ihre besonderen F\u00e4higkeiten und Kenntnisse in das Produkt mit einflie\u00dfen lassen. Am Ende des Prozesses liegt eine Win-Win-Situation vor. Jeder beteiligte User konnte sowohl seinen Kenntnisstand durch die intensive Auseinandersetzung mit einem Gegenstand erweitern und erh\u00e4lt einen Teil der Anerkennung innerhalb der Online-Gemeinschaft. Zum Schluss profitieren auch die unbeteiligten Dritten, die Leser des Artikels, von dieser Form der Kooperation. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Das Beispiel der Online-Kooperation zeigt sowohl die praktische Anwendung, bzw. den empirischen Gehalt von Sennetts analytischem Spektrum, als auch die Begrenztheit seiner ideologischen Forderung nach mehr offenen Kooperationsformen. F\u00fcr die statistische Verteilung von Rollen in der Online-Kooperation nennt Jakob Nielsen die Faustregel 90-9-1 (Nielsen 2006 o.\u00a0s. zit. n. Ebersbach 2011, S. 207). Selbst in den sehr offenen Formen der Online-Kooperation beteiligen sich nur 9\u00a0% gelegentlich an der Erstellung von Inhalten, w\u00e4hrend nur 1\u00a0% der User regelm\u00e4\u00dfig mitarbeitet; die \u00fcbrigen 90\u00a0% sind reine Leser. Auch wenn sich die westliche Gesellschaftsformation im Sinne Sennetts st\u00e4rker in Richtung offener Kooperationsformen entwickeln sollten, erscheint es mir doch eher unwahrscheinlich, dass die Mehrheit der User zu einer regelm\u00e4\u00dfigen Beteiligung bereit w\u00e4ren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Aber Sennetts Vorstellungen liegt ein zu akademischer und damit auch zu elit\u00e4rer Duktus zugrunde, als dass diese Form des Austausches als Vorbild f\u00fcr eine breite gesellschaftliche Schicht dienen kann. Innovations- und Erfindungsgabe sind nicht nur durch Kommunikationsmethoden, wie dem viel beschworenen Brainstorming oder dem dialogischen Gespr\u00e4ch, zu erlangen. H\u00e4ufig entstehen bei solchen Methoden \u201enur\u201c individuelle Neuentdeckungen, sodass man nicht von einer echten Innovation sprechen kann. Diese ben\u00f6tigt n\u00e4mlich, neben den von Sennett ausgef\u00fchrten Grundregeln der Kommunkation, einen weiteren entscheidenden Faktor. Dieser Faktor manifestiert sich auf der Seite der Individuuen in Form von devianten Verhalten und auf der Seite der Mehrheitsgesellschaft in der Ablehung des Individuums und seiner Innovation (vgl. Merton 1957, S. 153 &#8211; 157). Gleichwohl haben individuellen Neuentdeckungen f\u00fcr den Akteur und auch f\u00fcr Organisationen einen erkennbaren Nutzen \u2013 erleichtern sie es doch, dass sich Besch\u00e4ftigte in die Organisation einbringen k\u00f6nnen, sich ernstgenommen f\u00fchlen und sich mit ihrer Organisation (Beh\u00f6rde, Firma, Protestbewegungen, Startup etc.) identifizieren k\u00f6nnen (vgl. ders., S. 202f.). Die allt\u00e4gliche Kooperation der Massen der Besch\u00e4ftigten spielt sich ab, \u2013 oder besser: sollte sich abspielen \u2013 in den Bereichen <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Win-Win-Situation<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> und <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>fairem <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">[Adamik]<\/span><span style=\"color:#000000;\"><i> Nullsummenspiel<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> abspielen. Angereichert durch Phasen der differenzierten, ergebnisoffenen Kooperation ist so durchaus, im Rahmen von Sennetts analytischem Spektrum, ein gutes Leben m\u00f6glich. Sennett selbst betrachtet die drei Austauschformen <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Win-Win-Situationen<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">, <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>differenzierter Austausch<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> und <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>faires<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> [Adamik] <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Nullsummenspiel<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\"> als den Teil des Spektrums der Austauschbeziehungen, in dem sich das fragile Gleichgewicht zwischen Konkurrenz und Kooperation einpendeln kann. Ein Gleichgewicht, welches, nach Sennett durch den modernen Kapitalismus eindeutig Schlagseite in Richtung Konkurrenz erhalten hat (ders., S. 178). Diese Besch\u00e4digung des Gleichgewichts untersucht er mit Hilfe des Instrumentariums des sozialen Dreiecks, welches er im Kapitel V des Buches (Kapitel V, <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Das soziale Dreieck, Die Erosion der sozialen Beziehungen in der Arbeitswelt, S. 201 &#8211; 240<\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">) einf\u00fchrt. Mit Hilfe des sozialen Dreiecks erl\u00e4utert Sennett die informellen Beziehungen an industriellen Arbeitspl\u00e4tzen, die f\u00fcr ihn ein menschenw\u00fcrdiges Arbeiten erm\u00f6glichen. Die drei Seiten des Dreiecks bestehen aus 1) verdienter Autorit\u00e4t 2) wechselseitigem Respekt und 3) Kooperation w\u00e4hrend einer Krise (ders., S. 201f.). Am Beispiel der Finanzkrise zeigt Sennett, wie das soziale Dreieck aus dem Gleichgewicht geraten ist (ders., S. 221 &#8211; 240); folglich entwickelt er im letzten Teil des Buches ein Instrumentarium zur Verbesserung der Situation (Kapitel VII, <\/span><span style=\"color:#000000;\"><i>Die Werkstatt, Herstellen und Reparieren, <\/i><\/span><span style=\"color:#000000;\">S. 267 &#8211; 295). Dieses Instrumentarium entlehnt er mit den Begriffen des Herstellens und Reparierens dem Vokabular der Werkstatt. Innerhalb des Kapitels versucht Sennett, den Transfer von diesen handwerklichen T\u00e4tigkeiten auf die geschw\u00e4chte Kooperation in der heutigen Arbeitswelt (ebd.).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\"><span style=\"color:#000000;\">Sennetts Werk ist, wie bereits eingangs erw\u00e4hnt, sehr stark an seinem dialogischen Prinzip orientiert. Innerhalb des Werkes versucht er auch nicht, den Leser von seiner Meinung zu \u00fcberzeugen, sondern bietet eine Reflexionsgrundlage, um die eigene Position und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit seinen Ansichten in einen Dialog zu bringen. Dabei stellt er mit dem Spektrum der Austauschbeziehung und dem sozialen Dreieck ein brauchbares analytisches Instrumentarium zur Verf\u00fcgung, welches sowohl Selbst- als auch Welterkenntnis erm\u00f6glicht, ohne die eigene Positionierung des Lesers manipulativ zu beeinflussen. Seine kritische Haltung zu den Entwicklungen des modernen Kapitalismus werden dabei von einem empathischen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten in dem Bereich des mittleren Managements kontrastiert (ders., S. 221 &#8211; 225), wobei er mit dem Verhalten der h\u00f6chsten F\u00fchrungskr\u00e4fte im Bereich der Hochfinanz sehr stark ins Gericht zieht (ders., S. 233 &#8211; 240). Insgesamt bietet Sennetts aktuelles Buch einen unterhaltsamen, leicht verst\u00e4ndlichen und kritischen \u00dcberblick \u00fcber das weite Spektrum der Kooperation. Wohl dem essayistischen Stil des Buches geschuldet ist dabei die Bevorzugung von historischen, literarischen und malerischen Beispielen, die aktuelle Bez\u00fcge zum gr\u00f6\u00dften Teil verdr\u00e4ngen. Auch vers\u00e4umt es Sennett, seine Aussagen durch quantitatives Material zu st\u00fctzen, weshalb z.\u00a0T. eine gr\u00f6\u00dfere Skepsis in Bezug zu seinen Aussagen geboten ist. So sehe ich sein sein Heilmittel, das dialogische Gespr\u00e4ch, nicht in dem Ma\u00dfe verallgemeinerbar, wie er es sich w\u00fcnscht (s.\u00a0o.). Die gro\u00dfe St\u00e4rke des Buches liegt aber in dem eigenst\u00e4ndigen theoretischen Ansatz, der eine kritische Perspektive auf die g\u00e4ngige Lehrmeinung im Bereich der Kooperationsforschung erm\u00f6glicht. \u00dcber den praktischen Nutzen des Buches sollte sich aber jeder Leser sein eigenes Bild machen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><em>\u00a9 Philipp Adamik 2012<\/em><\/p>\n<p lang=\"en-GB\" align=\"JUSTIFY\">M\u00f6chten Sie die Arbeit von digital realism unterst\u00fctzen? Entweder direkt \u00fcber diesen <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/%C3%BCberall-viertel-digital-realism-ebook\/dp\/B00F6Q3CAI\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1379171212&amp;sr=8-1&amp;keywords=philipp+adamik\">Link<\/a>, oder \u00fcber den <a href=\"http:\/\/digitalrealism.wordpress.com\/2013\/09\/13\/spenden-shop\/\">Spenden-Shop<\/a> k\u00f6nnen Sie Amazon e-books ab 2,68 \u20ac erwerben.<\/p>\n<p>Do you want to support the work of digital realism? 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Glencoe.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B008VQXVGK\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B008VQXVGK&amp;linkCode=as2&amp;tag=digitreali-21\"><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Sennett, Richard (2012): Zusammenarbeit. Was unsere Gesellschaft zusammenh\u00e4lt. Berlin: C. Hanser<\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Wehner (2008): CSCW \u2013 Institut f\u00fcr Psychologie. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/www.psychologie.unifreiburg.de\/Members\/rummel\/wisspsychwiki\/wissenspsychologie\/ CSCW#kooperation, zuletzt gepr\u00fcft am 11.05.2012.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color:#000000;\"><span style=\"font-family:Futura Lt BT, sans-serif;\">Wikipedia (Hg.) (2012): Richard Sennett. Online verf\u00fcgbar unter http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richard_Sennett, zuletzt aktualisiert am 18.10.2012, zuletzt gepr\u00fcft am 11.09.2012.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kritische Betrachtung der Grundannahmen und des analytischen Konzepts des Spektrums der Austauschbeziehungen von Philipp Adamik (2012) Anfang Oktober 2012 erschien die deutsche \u00dcbersetzung des aktuellen Buchs Zusammenarbeit des amerikanischen Soziologen Richard Sennett. Richard Sennett, einer der bedeutendsten zeitgen\u00f6ssischen Soziologen, wurde 1943 in Chicago, Illinois, als Sohn russischer Einwanderer geboren. 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