Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai

Junge Literatur von den Autoren der studentischen Literaturinitiative Treibgut und den in der Dortmunder Nordstadt lebenden und arbeitenden Autoren Tobi Katze und mir. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ekamina-Abende im Sissikingkong Dortmund am 07. Mai um 20:00 statt.
Pandoras Büchsenöffner” ist der Titel der aktuellen Anthologie der ursprünglich auf dem Campus der Ruhr-Uni Bochum verorteten Literaturinitiative Treibgut. Pandoras Büchsenöffner könnte auch das Motto dieser Lesung sein. In der Wahrnehmung weiter Teile der Dortmunder Öffentlichkeit – und Dank des letzten Dortmunder Tatorts „Mein Revier“ auch Deutschlands – stellt die Nordstadt so etwas wie die lokale Büchse der Pandora dar. Drogen, Prostitution und an den Rand der Gesellschaft gedrängte Immigrantinnen und Immigranten prägen das Image des Stadtteils nach außen.
Grund genug für die studentische Literaturinitiative Treibgut, ihren Blick über den akademischen Tellerrand des Bochumer Uni-Campus Richtung Dortmunder Nordstadt zu werfen. Zum Glück sind die Treibgut-Autorinnen und -Autoren schon durch zahlreiche Einsätze außerhalb des Campus erprobt, um nun auch im subversiven Milieu der Nordstädter Kulturszene Fuß zu fassen.
Für die Literaturinitiative sind dabei: Continue reading “Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai”

Michael Hardt und Antonio Negri Demokratie (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Fazit.

Hier geht es zum ersten und zum zweiten Teil.

Was am Ende bleibt

Am Ende dieser Metakritik möchte ich noch auf den Kritikpunkt der Repräsentation der Masse durch die sozialen Protestbewegungen eingehen, bevor ich die zentrale Erkenntnis dieser Auseinandersetzung zusammenfasse und eine abschließende Empfehlung an die Protestbewegungen formuliere.

Continue reading “Michael Hardt und Antonio Negri Demokratie (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Fazit.”

Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil II.

Zum ersten Teil:

Die Kritik an der Systematisierung der unterschiedlichen globalen Protestbewegungen unter dem gemeinsamen Dach der Multitude

Einer der Hauptunterschiede zwischen Demokratie/Deklaration und dem Manifest der kommunistischen Partei ist die Stellung des revolutionären Subjekts. Während im Manifest die Bildung des proletarischen Klassenbewusstseins und die Vereinigung der Proletarier aller Länder erklärte Ziele sind, haben Hardt und Negri in den weltweiten Protestbewegungen ihr revolutionäre Subjekt, die Multitude bereits erkannt.

Für Hardt und Negri existiert die Multitude dabei gleichzeitig in zwei Seins-, bzw. temporalen Zuständen:

1) Die ontologische/ewige Multitude als das aktuelle revolutionäre Subjekt, welches sich im hier und jetzt der Autorität und dem Kommando verweigert.

2) Die utopische/zukünftige Multitude, die sich aufgrund eines zukünftigen politischen Projekts als globales revolutionäres Subjekts formiert (vgl. Hardt und Negri 2004, S. 248).

Continue reading “Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil II.”