Taksim – Die Ruhe nach dem Sturm

abbasaga
Picture By:
Zeynep Tufekci

Inzwischen ist es ruhig geworden um die Proteste in der Türkei. Die mediale Berichterstattung ist abgeflaut und zumindest in unserer Wahrnehmung herrscht in der Türkei wieder Ruhe und Frieden. Wissen und überprüfen kann man es wohl nur vor Ort. Aber gelegentlich schafft es doch noch die eine oder die andere Meldung die Aufmerksamkeit eines Journalisten zu wecken, der uns klar macht, dass dort immer noch was passiert. Es mag auch nicht mehr so spektakulär sein, wie die Bilder, die uns diesen Sommer aus der Türkei erreicht haben, aber zu Glauben, dass die Unzufriedenheit in der Türkei vollständig versiegt sei, wäre naiv.  An dieser Stelle wird deshalb die wohl größte Linksammlung über die Proteste in der Türkei fortgesetzt. Einige ältere Links, die ich bislang nicht erfasst habe, sind auch dabei. Eine Kategorisierung erscheint mir aber aufgrund der geringen journalistischen Erruptionen nur zwischen Neu, Alt und auf digital realism erschienen notwendig. Aber wer den einen oder anderen Link im Netz findet, ist herzlich eingeladen ihn als Kommentar zu posten. Die neusten Links werden jeweils am Beginn der List eingefügt.

This Text written by Philipp Adamik and the picture made by Zeynep Tufekci are published under a Creative Commons BY-NC-SA 3.0 licence. The picture was originally published here by Zeynep Tufekci.

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„Kommunikative Figurationen“ als Analyseinstrument eines medientechnologisch unterstützen soziokulturellen Wandels

Einleitung

Kommunikative FigurationenEines der größten deutschen Forschungsprojekte, welches den sozialen Wandel durch das Internet thematisiert, wird vom 2011 gegründete Forschungsverbund „Kommunikative Figurationen“ der Universitäten Bremen und Hamburg durchgeführt. In den beiden Arbeitspapieren „The communicative figurations of mediatized worlds. Mediatization research in the times of the ‘mediation of everything’“ (Hepp 2013) und „Human interaction and communcative figurations. The transformation of mediatized cultures and societies“ (Hepp/Hasebrink 2013) präsentieren Andreas Hepp und Uwe Hasenbrink den Forschungsansatz der kommunikativen Figurationen. Das Arbeitspapier „Human interaction…“ (Hepp/Hasebrink 2013) basiert auf der wissenschaftlichen Problemstellung, wie Mediatisierungsforschung in einem praktikablen empirischen Zugang verankert werden kann. Ausgehend von der Grundannahme, dass sich innerhalb eines andauernden Mediatisierungsprozess unsere Gesellschaften und Kulturen transformieren, soll dieser Transformationsprozess detailliert beobachtet werden. Medien, so ihre zweite Grundannahme, werden dabei in dem Maße einflussreich in dem sie den Prozess der symbolischen Interaktion präziser der Kommunikation verändern. Kommunikation wird dabei die kritische Rolle der Konstruktion von Kulturen und Gesellschaften, der kommunikativen Konstruktion, zugeschrieben. Um eine praktische, transmediale Analyse der sich wandelnden kommunikativen Konstruktion von mediatisierten Kulturen und Gesellschaften zu entwickeln, führen sie den Begriff der „Kommunikativen Figurationen“ als intermedierendes Konzept ein.

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