Der ITler, das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft?

Auf dem letzten Chaos-Communication-Congress (30c3) rief der Internetaktivist und Betreiber der Whistleblower-Plattform Wikileaks Julian Assange in seiner Rede Sysadmins of the world, unite  Systemadminstratoren und andere ITler zur Weltrevolution auf. Sie sollten sich von den Geheimdiensten, Unternehmen und Behörden anwerben lassen, dort geheime Informationen sammeln und diese dann der Öffentlichkeit zugänglich machen. Selbstverständlich kann man Assange vorwerfen, dass er nur die ökonomischen und politischen Interessen seiner Plattform Wikileaks vertreten habe, aber, wie immer wenn die legitimen Interessen von Menschen und Organisationen kritisiert werden, greift diese Kritik zu kurz. Assanges Rede wirft aus einer neo-marxistschen Perspektive die Frage auf, ob der ITler das revolutionäre Subjekt der Netzwerkgesellschaft ist.

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Britischer Geheimdienst macht aus Großbritannien eine Diktatur

Den aktuellen Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden zur Folge ist die Untereinheit Joint Threat Research Intelligence Group des britischen Geheimdienstes GCHQ gegen die Aktivisten von Anonymous vorgegangen. Damit hat er die Grenzen der Demokratie überschritten. Ein Kommentar von Philipp Adamik.

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Inside Wikileaks – Transparenz um jeden Preis?

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Julian Assange 2009

Der Film Inside Wikileaks stellt die Frage, ob das Streben nach transparenten Instituten das Leben von Informanten gefährden darf. Die Antwort überlässt er jedem Einzelnen.

Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt lässt die Frage offen, ob die Veröffentlichungen durch Julian Assange auf Wikileaks tatsächlich Menschenleben gekostet haben. In einer fiktiven Nebenhandlung wird die Flucht des libanesischen Informanten der US-Regierung Dr. Tarek Haliseh dargestellt. Seine Flucht wurde durch die Veröffentlichung von US-amerikanischen Botschaftendepeschen, die Wikileaks von Bradley Manning erhalten hatte, notwendig. Der Film wirft hierdurch die Frage auf, wie weit das Streben nach transparenten Institutionen gehen darf? Darf es das Leben von Informanten gefährenden?

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#StopWatchingUs – Der Kampf gegen die unsichtbare Bedrohung

Prof
Quelle 1

Während Du diesen Artikel ließt überwachen im Hintergrund unbemerkt die NSA, der Bundesnachrichtendienst oder der Verfassungsschutz mit Programmen wie PRISM oder Xkeyscore deine Aktivitäten. Die ganze Sache läuft im Geheimen und im Verborgenen ab. Sie stellen für Dich, den unbescholtenen Bürger scheinbar keine direkte Bedrohung dar, aber sie schützen dich vor der Gefahr vor Terroranschlägen. Das ist ist doch ein guter Tausch. Eine Art nebenwirkungsfreie Pille gegen die alltägliche Bedrohung in der U-Bahn, dem Flugzeug oder im Büro durch einen Terroranschlag ums Leben zu kommen. Trotzdem folgten am vergangenen Wochenende zu Recht Tausende dem Aufruf des internationalen Aktionsbündnisses #StopWatchingUs und gingen zum Schutz ihrer Privatsphäre auf die Straße.
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