Wikipedia II: Marxismus

In jeder Ausgabe von digital realism erscheint ein Wikipedia-Artikel des Monats: Anlässlich des Beginns der Vortragsreihe “Kampfzone Popkultur” an der Ruhr Universität Bochum sind es in diesem Monat zwei. Diese sind die Artikel zum Thema Marxismus und zum Thema Neomarxismus.

Marxismus

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Wikipedia III: Neomarxismus

In jeder Ausgabe von digital realism erscheint ein Wikipedia-Artikel des Monats: Anlässlich des Beginns der Vortragsreihe “Kampfzone Popkultur” an der Ruhr Universität Bochum sind es in diesem Monat zwei. Diese sind die Artikel zum Thema Marxismus und zum Thema Neomarxismus.

Neomarxismus

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Reihe: David Harvey das Kapital: Teil I – Einführung

David Harvey (2009)
David Harvey (2009)

Der 1935 in Gillingham geborene Geograph David Harvey zählt zu den renomiertesten Marx Kennern unserer Zeit. In seiner Reihe Reading Marx´s Capital (Volume On and Two) werden bislang die ersten beiden Bände des Kapitals nach der Methode des Close Reading sehr detailliert interpretiert. Obwohl, oder weil die Videos vollständig in Englisch und ohne Untertitel erschienen sind, sind sie der ideale Einstieg in dieses Standardwerk der Soziologie, der Politik- und Wirtschaftswissenschaften. In jeder Ausgabe von digital realism wird eine Episode der unter einer CC BY-NC-SA-3.0 Lizenz stehenden Videos erscheinen. In dieser Ausgabe eine allgemeine Einführung.

 

 

 

Reading Marx´s Capital Volume One; Class One Introduction:

Zum zweiten Teil: Kapitel I und II – Ware und Austauschprozess

 

CC License By David Harvey 2012

Bilder: David Harvey 2009 CC BY 2.0; Karl Marx 1875 public domain

CC BY-NC-SA 3.0 US

CC BY-NC-SA 3.0 US

 

Wikipedia I: Karl Marx

In jeder Ausgabe von digital realism erscheint ein Wikipedia-Artikel des Monats: Anlässlich des Beginns der Reihe David Harvey das Kapital in diesem Monat der Eintrag über Karl Marx:

Jugend und politische Anfänge (1818–1843)

Karl Marx wurde 1818 als drittes Kind des Anwaltes Heinrich (Heschel) Marx (1777–1838) und von Henriette Marx (1788–1863, geborene Presburg) in Trier (Rheinpreußen) geboren.[2]

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Is Karl Marx concept of the class struggle still up to date?

Taken from we are the 99 % percent
Taken from we are the 99 % percent

During the last financial crises Karl Marx and his thoughts regain a lot of popularity. For instance the Occuppy Wallstreet slogan “We are the 99%” refers directly to his concept of the class struggle and supported the movement by organising their world wide protest. His thoughts and concepts seems to be embedded in the minds of the people, but are his concepts still fertile from an academic point of view?

In sociology Marx concept of the class conflict and with it the two classes of Bourgeoisie and proletariat stands beside a lot of other concepts to analyse the social structure (networked with: is diem25 really a democratic movement) Lately the British BBC started the “Great British Class Survey”, which they announce as ground breaking science. This maybe right form a British perspective, but from a German perspective the theory behind the survey is old fashioned. There survey is mainly based on the theoretical framework of Pierre Borudieu and his neo-marxist concept of social, cultural and economic capital. In Germany his concepts were adopted much earlier for instance by Gerhard Schulze in his theory of the “Erlebnisgesellschaft” (experience society) published in 1992.

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Interview: Das Leben in der digitalisierten Welt

Das Leben in der digitalisierten Welt – Ein Interview von ecs. mit Philipp Adamik

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Starbucks Dortmund 1

EIN INTERVIEW MIT PHILIPP ADAMIK zu den fragen: in was für einer realität leben wir? wie stark beeinflusst das netz unser leben? wieso ist der konsum des netzes nicht ungefährlich? warum geht edward snowden uns alle was an? und was macht einen mündigen netzuser aus?

name: philipp adamik; alter: 36; ort: dortmund; sprache: deutsch

warum er/sie hier ist: philipp bringt mich zum nachdenken über die mechanismen der welt. und wieso die dinge (noch) funktionieren, wie sie funktionieren. dabei ist er ein guter lehrer und ich freue mich immer sehr, wenn wir verabredet sind und ich seinen erkenntnissen über die welt lauschen darf.

[1.] wer bist du und was machst du?

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Michael Hardt und Antonio Negri Demokratie (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Fazit.

Hier geht es zum ersten und zum zweiten Teil.

Was am Ende bleibt

Am Ende dieser Metakritik möchte ich noch auf den Kritikpunkt der Repräsentation der Masse durch die sozialen Protestbewegungen eingehen, bevor ich die zentrale Erkenntnis dieser Auseinandersetzung zusammenfasse und eine abschließende Empfehlung an die Protestbewegungen formuliere.

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Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil II.

Zum ersten Teil:

Die Kritik an der Systematisierung der unterschiedlichen globalen Protestbewegungen unter dem gemeinsamen Dach der Multitude

Einer der Hauptunterschiede zwischen Demokratie/Deklaration und dem Manifest der kommunistischen Partei ist die Stellung des revolutionären Subjekts. Während im Manifest die Bildung des proletarischen Klassenbewusstseins und die Vereinigung der Proletarier aller Länder erklärte Ziele sind, haben Hardt und Negri in den weltweiten Protestbewegungen ihr revolutionäre Subjekt, die Multitude bereits erkannt.

Für Hardt und Negri existiert die Multitude dabei gleichzeitig in zwei Seins-, bzw. temporalen Zuständen:

1) Die ontologische/ewige Multitude als das aktuelle revolutionäre Subjekt, welches sich im hier und jetzt der Autorität und dem Kommando verweigert.

2) Die utopische/zukünftige Multitude, die sich aufgrund eines zukünftigen politischen Projekts als globales revolutionäres Subjekts formiert (vgl. Hardt und Negri 2004, S. 248).

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Michael Hardt und Antonio Negri “Demokratie” (2013). Eine rezeptionsanalytische Kritik. Teil I.

Am 14. Februar erschien im Campus Verlag Frankfurt die deutsche Übersetzung von Declaration, der beiden, hauptsächlich durch ihr Buch Empire (2000, dt. 2002) bekannten neomarxistischen Theoretiker Michael Hardt und Antonio Negri. Die deutsche Übersetzung des Titels ist mit Demokratie leider etwas unglücklich gewählt, was bei den deutschen Zeitungskritikern zu reichlich Verwirrung geführt hat.

Die Verwirrung der Kritiker

Aufhänger der Verwirrung sind die ersten Sätze des Buches:

Dies ist kein Manifest. Manifeste verkünden uns Idealwelten und beschwören ein geisterhaftes Subjekt. Sie gehörten in eine Zeit, in der Politik Propheten folgte, die sich ihr Volk erschufen“ (Hardt, Negri 2013).

Die Meinung der KritikerIn ist eindeutig. Entgegen dem, was die Autoren behaupten, sind sie sicher, es handelt sich bei diesem Text um ein Manifest.

Christoph David Piorkowski von der Süddeutschen Zeitung und Robert Misik von der Frankfurter Rundschau definieren den Text einfach autoritär entgegen des Willens der Autoren zu einem Manifest (Piorkowski 2013 und Misik 2013).

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