Noch eine Depesche aus der Postmoderne

Depesche II Euer Monitor wird hell! Vor euch erscheinen die Seiten von digital realism. Ihr blättern euch durch den bezahlten Journalismus und

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Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai

Junge Literatur von den Autoren der studentischen Literaturinitiative Treibgut und den in der Dortmunder Nordstadt lebenden und arbeitenden Autoren Tobi Katze und mir. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ekamina-Abende im Sissikingkong Dortmund am 07. Mai um 20:00 statt.
Pandoras Büchsenöffner” ist der Titel der aktuellen Anthologie der ursprünglich auf dem Campus der Ruhr-Uni Bochum verorteten Literaturinitiative Treibgut. Pandoras Büchsenöffner könnte auch das Motto dieser Lesung sein. In der Wahrnehmung weiter Teile der Dortmunder Öffentlichkeit – und Dank des letzten Dortmunder Tatorts „Mein Revier“ auch Deutschlands – stellt die Nordstadt so etwas wie die lokale Büchse der Pandora dar. Drogen, Prostitution und an den Rand der Gesellschaft gedrängte Immigrantinnen und Immigranten prägen das Image des Stadtteils nach außen.
Grund genug für die studentische Literaturinitiative Treibgut, ihren Blick über den akademischen Tellerrand des Bochumer Uni-Campus Richtung Dortmunder Nordstadt zu werfen. Zum Glück sind die Treibgut-Autorinnen und -Autoren schon durch zahlreiche Einsätze außerhalb des Campus erprobt, um nun auch im subversiven Milieu der Nordstädter Kulturszene Fuß zu fassen.
Für die Literaturinitiative sind dabei: Continue reading “Lesung: Pandoras Büchsenöffner im Sissikingkong am 7. Mai”

Kommentar: Michael Hardt auf Freitag.de “Occupy war ein Erfolg”

Michael Hardt und Antonio Negri teilen als Neo-Marxistische Theoretiker und Ideologen den klassischen Grundgedanken der Marxistischen Theorie der direkten Demokratie. Eine Beteiligung aller, genauer aller, die über ein Klassenbewusstsein verfügen, ermöglicht gerechte Entscheidungen.

„Die Bewegungen teilen gemeinsame Praktiken: Zeltcamps, Generalversammlungen oder Verfahren kollektiver Entscheidungsfindung. Sie eint die politische Forderung nach mehr Demokratie, denn es handelt sich nicht nur um ökonomisch motivierten Protest.”

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E-book Veröffentlichung: Das literarische Wissen

Seit Ende Dezmeber 2012  ist mein Essay Das literarische Wissen als E-Book bei Amazon erhältlich. Auf 19 DIN A 4 Seiten verdichtet das Essay die theoretischen Überlegungen meiner zweiten Staatsarbeit.

Hier die Kurzbeschreibung bei Amazon Kindle:

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Ches Erben live

Hallo liebe digital realism und Ches Erben Fans. Am Donnerstag fand im Rahmen der Buchpräsentation der zweiten Anthologie der Bochumer Litertaurinitiative Treibegut eine Lesung des dritten Teils meiner ches Erben Reihe, Ches Erben auf hoher See, statt. Die Lesung war ein großer Erfolg. Alle, die an dem Termin nicht konnten, haben im Januar nochmal die Chance Ches Erben live zu erleben. Weitere Lesungen im kommenden Jahr sind in Planung. Die genauen Termine folgen hier und auf meiner Facebook-Seite.

Hier der offizielle Veranstaltungshinweis der Lesung von Donnerstag:

Nach der sehr erfolgreichen Doppellesung GESTRANDET 32 im KulturCafé und im Freibeuter Bochum präsentieren Treibgut und der Europäische Universitätsverlag die Textsammlung “Pandoras Büchsenöffner” in der “freihafen galerie” im UniCenter Bochum (Querenburger Höhe 121). Am Donnerstag lesen Jules Piel, Antonia Stoodt, Philipp Adamik, Philipp Dorok, Christoph Nitsch, Johannes T. Opfermann und Uli Schröder Geschichten aus der Anthologie zum zehnjährigen Bestehen sowie weitere Texte aus ihren Werken. Der Eintitt

ist frei und Glühwein gibt’s gratis!Für alle, die das Buch am Donnerstag nicht persönlich mit den Signaturen der Autorinnen und Autoren erwerben können, halten sowohl die Buchhandlungen Blätterwald, Janssen und Napp in Bochum, die Buchhandlung Litfass in der Dortmunder Nordstadt als auch Amazon Exemplare bereit:http://www.amazon.de/TREIBGUT-Pandoras-B%C3%BCchsen%C3%B6ffner-Ulrich-Schr%C3%B6der/dp/3899665155Viel Spaß bei der Lektüre
wünscht Euch
das Treibgut-Team!

https://www.facebook.com/events/302901263161736/

Buchpräsentation und Lesung Ches Erben

Donnerstag, 13. Dezember, 18:00

Die Jubiläums Anthologie der Literatur Initiative Treibgut.
In Zusammenarbeit mit Blätterwald.

Unter anderem mit Uli Schröder, Phlipp Dorok und Philipp Adamik.

Ort: Freihafen Galerie, Querenburger Höhe 121, 44801 Bochum

Leseprobe: Ches Erben auf hoher See

Philipp Adamik

Ches Erben auf hoher See

Beim Surfen auf eurem Tablet-PC seid ihr auf diese Webseite geraten. Hier verspricht euch jener rebelliöse Club genannt Ches Erben ein ganz neues Leseerlebnis. Unten rechts fordert euch ein Button auf: „Jetzt Teil der Geschichte werden.“ Eine von euch drückt auf den Knopf. Aus ihren Bank-, Payback- und Social-Network-Daten wird ihr Charakter sequenzialisiert. Ihre Einkäufe bei einem Online-Bookstore dienen als Grundlage für die Herleitung ihres Literaturgeschmacks. Sie mag Italo Calvino, Fluch der Karibik, Monty Python, Karl Marx und Ian Fleming. Unter dem Namen Ches Erben auf hoher See wird ihr eine absurde postmoderne Piratengeschichte angereichert mit Elementen eines Agententhrillers kompiliert, deren Teil sie nun ist.

Während der Chronist im Hinterzimmer der Geschichte die Leserin mit den nötigen Hintergrundinformationen versorgt, langweilen sich in der Geschichte die Mitglieder jenes rebelliösen Clubs genannt Ches Erben. Michael, der heimliche Kommandant, schmiedete Pläne, wie er es endlich schaffen könne den Kapitalismus in seinen Grundfesten zu erschüttern. Der einsilbige Hank war in Borges Ficitiones vertieft. Holger, das Nesthäkchen und Faktotum der Crew, widmete sich seiner Lieblingsbeschäftigung und spielte mit seiner elektrischen Eisenbahn. Simon, der englische Austauschrebell aus London, schimpfte über das gute Wetter im Ruhrgebiet während er mit geöffnetem Regenschirm unter der im Büro installierten Dusche stand. Das Prasseln des Wassers vertrieb gerade sein Heimweh, als die Leserin an die Tür klopfte.

Herein, wenn es kein Buchhalter ist”, rief Michael.

Die vollständige Geschichte ist nachzulesen in:

Schröder, Ulrich; Dorok, Philipp et. al. (Hrsg.): Treibgut – Pandoras Büchsenöffner. Bochum, London, Berlin, Dülmen, München.

http://www.amazon.de/TREIBGUT-Pandoras-B%C3%BCchsen%C3%B6ffner-Ulrich-Schr%C3%B6der/dp/3899665155

Kurzbiographie

ProfilPhilipp Adamik, geboren am 17. September 1977, schreibender Soziologe, Stadtgeograph, freier Journalist, Autor und eifriger Verfechter der Postmoderne, lebt in Dortmund und promoviert in Duisburg am Lehrstuhl für allgemeine Soziologie und soziologische Theorie. In seinen satirischen Erzählungen nimmt er oftmals die Absurditäten bürokratischer Technokratie und benutzerferner Kulturpolitik aufs Korn. In seiner Reihe über „jenen rebelliösen Club genannt Ches Erben“ berichtet er von den Abenteuern seiner Protagonisten, die gegen den alltäglichen Wahnsinn zwischen medialen Hype von Kinderbuchliteratur, Kulturhauptstadt-Leuchtürmen und anderen elitekulturellen Millionengräbern aufbegehren. In seiner wissenschaftlichen Arbeit betrachtet er die Gesellschaft aus der Perspektive der Netzwerkgesellschaft. Sein Schwerpunkt ist die Analyse der Veränderungen, die durch die Entwicklung und massenhafte Verbreitung des Internets stattgefunden haben. Seine journalistische Tätigkeit ist wesentlich stärker politisch geprägt. Bislang hat er Artikel zu den Protesten in der Türkei und den deutschlandweiten Anti-Überwachungsdemonstrationen (Anti-Prism) veröffentlicht in der Community des Freitags veröffentlicht.  

Philipp Adamik 2013 aktualisiert nach Schröder, Dorok 2012, S. 221.

Literatur:

Schröder, Ulrich; Dorok, Philipp et. al. (Hrsg.) (2012): Treibgut – Pandoras Büchsenöffner. Berlin, Bochum, Dülmen, London, München.

Ches Erben im Morgengrauen

Philipp Adamik

Ches Erben im Morgengrauen

Es war zwei Uhr Nachts. Alexander Staedtler saß an seinem Schreibtisch. Er konnte diese Nacht nicht schlafen. Gestern war er im Kraftstoff gewesen. Die Drogen, die ihm dort verabreicht wurden, hatten ihm einen traumlosen Tagschlaf beschert, aus dem Alexander erst vor wenigen Stunden erwachte. Er fühlte sich nach diesen Stunden des Schlafes zwar kaum erholt, aber er wusste, dass er schon seit drei Tagen nicht länger als zwei Stunden am Stück geschlafen hatte, und diese sieben oder acht Stunde das Beste waren, was ihm seit dem erneuten Beginn der Träume passiert war. Wollt er wieder schlafen, musste er diesen Fall lösen und Stadtler endgültig zur Strecke bringen. Er recherchierte also im Internet über Susanne. Wie hing sie mit Stadtler zusammen? Wie konnte er sie davon überzeugen die lächerlichen Anschuldigungen gegen ihn fallen zu lassen? Warum war sie gestern im Kraftstoff gewesenund hatte ihm Dinge angeboten, die seine Entlassung aus dem Hochschuldienst nachträglich rechtfertigen würden? Über ihre Freundin Martina war es ihm gelungen sich Zugang zu ihrem Facebook-Account zu verschaffen. Er hatte dafür den Account einer seiner literarischen Figuren, Michael Heinze, benutzt. Gerade scrollte er durch Susannes Like-Liste. Sie mochte einen veganen Supermarkt, H. P. Lovecraft, Jonathan Strange und Mr. Norrel, David Foster Wallace Der Besen im System, Daniel Kehlmanns Ruhm, Italo Calvinos Wenn ein Reisender in einer Winternacht, die Werke eines italienischen Künstlers mit Namen Rossi und einen Blog: digital realism, the home of Ches Erben. Der Blog war von einem lokalen Autoren, deshalb interessierte er Alexander. Vielleicht kannte er Susanne! Also folgte er dem Link. Unter dem Punkt Now on digital realism versprach der Blogger ein neues literarisches Leseerlebnis. Die Leser konnten dort Teil der Geschichte werden. Alexander folgte den Anweisungen in dem Einführungstext und drückte auf dem Menüpunkt Ches Erben. Dort war zunächst nur eine leere Box zu sehen; aber unter der Box war ein Button: become part of the story. Alexander konnte wahrlich etwas Unterhaltung und Ablenkung vertragen. Er drückte also den Knopf.

To be continued

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